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In den vergangenen Monaten wurde in Presse, Funk und Fernsehen viel über Funklöcher in Deutschland berichtet und man konnte etwa erfahren, dass deren Anzahl in Deutschland viel höher liegt als in anderen Europäischen Ländern, Deutschland also ein Mobilfunk-Entwicklungsland ist. Dabei wurde oft nur Nebenbei oder gar nicht erwähnt, wie man bei der Erhebung der Funklöcher ein Funkloch definiert. Man hat hier nämlich nach Bereichen gesucht, wo kein LTE-Empfang möglich ist. Dies ist eine neue Definition des Begriffs, denn Früher hat man unter einem Funkloch einen Bereich verstanden, in dem mam mit dem Handy keinen Empfang hat, kein Empfang gleich ob mit GSM, UMTS oder LTE.

Es bedarf also einer Betrachtung, was ein Funkloch eigentlich ist und wie man Funklöcher kategorisieren kann.

Was ein Funkloch ist, definiert sich darüber, was man mit Mobilfunk tun will.

Notfall-Funklöcher

Wenn man Mobilfunk nutzen will, um im Notfall eine Notfall-Rufnummer anzurufen, dann ist ein Funkloch ein Bereich, in dem dieses nicht funktioniert. Wir nennen dies ein Notfall-Funkloch. In einem Notfall-Funkloch besteht eine Versorgung von keinem Mobilfunkanbieter und keinem Mobilfunkdienst. Die Notruf-Funktion des Handys funktioniert nämlich unhabhängig vom Provider, hier ist die prinzipiell sinnvolle Forderung, dass es ausreichen sollte, wenn ein einziger Provider erreichbar ist, bereits umgesetzt. Die Notruf-Funktion, die heute in Neuwagen eingebaut wird, um im Falle eiens Crashs automatisch Hilfe zu holen, funktioniert also Notfall-Funklöchern nicht.

Provider-Funklöcher

Wenn man Mobilfunk nutzen will, um mit dem Handy zu telefonieren bzw. erreichbar zu sein, dann hängt die Definition von Funkloch vom Mobilfunk-Anbieter ab, bei dem man seinen Vertrag hat. Wir nennen dies Provider-Funklöcher. Ein Provider-Funkloch ist ein Bereich, der von einem bestimmten Mobilfunk-Anbieter mit keinem Dienst versorgt wird. Es gibt also Provider-Funklöcher in den Geschmacksrichtungen Telekom, Vodaphone und Telefonica, denn dies sind die 3 Mobilfunk-Anbieter die in Deutschland ein Mobilfunk-Netz betreiben.

Luxus-Funklöcher

Wenn man Mobilfunk nutzen will, um sich von seinem Smartphone unterhalten zu lassen, dann hängt die Definition von Funkloch vom Mobilfunk-Anbieter und vom Funkdienst ab. Die Filmchen, die Smartphone-Benutzer in den Social-Media-Plattformen ihrer Wahl austauschen sind nur mit LTE so zu betrachten, dass es Spass macht. Wer also sein Handy in erster Linie dazu nutzt, um sich auf Social-Media Plattformen im Internet die Zeit zu vertreiben, der wird alles als Funkloch empfinden, wo dies nicht möglich ist. Wir könnten dies Provider-LTE Funklöcher nennen, aber wir nennen es einfacher Luxus-Funklöcher.

Wer die Nutzungs-Gewohnheiten der Mobilfunknutzer betrachtet, der wird feststellen, dass das Surfen im Internet, das Gamen und das Betrachten von Videos aller Art die vorwiegende Nutzung ist. Nichts von dem funktionirt im Luxus-Funkloch. Aus der Sicht derer, die ständig am Handy hängen, ist das Luxus-Funkloch tatsächlich die relevanteste Funkloch-Kategorie. Im Luxus-Funkloch kann der Handy-Nuzter nichts machen mit seinem Handy, und was anderes zu machen, das haben viele schon verlernt: der Smartphone-Nutzer steht im Luxus-Funkloch wie eine Kuh in der Oper.