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Im Freiburger Stadtzentrum sind mittlerweile die ersten 5G Antennen für den Frequenzbereich bei 3,6 Gigahertz (GHz) installiert worden. Am Fahnenbergplatz sowie an der Bismarkalle in der Nähe des Hauptbahnhofs sind Sendeantennen sichtbar. Die Sendeantennen für 5G bei 3,6 GHz verwenden eine neue MIMO genannte Technik, die es erlaubt den Sendestrahl dynamisch zu fokussieren, je nachdem wo sich der Empfänger aufhält. Die Antennen sind kürzer und breiter als die bekannten Antennen für 2G, 3G und 4G.

Auf dem Fahnenbergplatz steht so eine Antenne direkt am Colombipark, wo sich Leute gerne zum Entspannen auf eine Bank setzen oder auf die Wiese legen. Messungen haben ergeben, dass hier Feldstärken von um die 100.000 µW/m² auftreten können. Dies ist ein extrem hoher Wert.

Zum Vergleich: in der Baubiologie gelten Werte über 1000 µW/m² als „extrem Auffällig“, (siehe Richtwerte Baubiologie) Werte über 10.000 µW/m² waren bisher nur selten zu messen.

Sendemast am Fahnenbergplatz vom Colombipark

Im Detail sieht die Antenne wie folgt aus:

Detailansicht Antennenmast am Fahnenbergplatz

Der Sendemast hat 3 5G 3,6 MIMO Antennen. Die mit Antenne 1 beschriftete Antenne strahlt in Richtung Colombipark, Rotteckring und Platz der alten Synagoge.  Am Sendemast ist rückwärtig noch eine dritte Antenne installiert.

Starke Schwankungen der Strahlungswerte

Bei den ersten Beobachtungen des Senders mit einem Messgerät (Gigahertz HF59D mit Filter HP33 und LogPer Antenne HF2400V) konnte man beobachten, dass die abgestrahlte Strahlungsintensität stark schwankt. An einem Samstagnachmittag war der Sender häufig für Intervalle bis 30 Sekunden fast „still“ (unter 1000 µW/m²) und dann wieder für einige Sekunden oder auch mal mehrere Minuten bei voller Last zu senden. Derartige Schwankungen bei der Strahlungsintensität gibt es bei den früheren Mobilfunkstandards nicht.

Kurzfristige Änderung der Strahlungsintensität führen deutlich nachweisbaren Änderungen der Herzfrequenz, nicht nur bei Elektrosensiblen, sondern bei jedem Menschen und auch bei Tieren. Eine Dokumentation zu diesem Thema hat eine Ärztin aus dem Schwarzwald zusammen mit Ulich Weiner erstellt, siehe dazu den folgenden Link: Lama-Wanderungen mit Herzfrequenzmessung

Für die von den 5G 3,6 bestrahlten Gebiete stellt sich hier die Frage, ob diese nicht nur von Elektrosensiblen Menschen gemieden werden sollten sondern auch von Herzkranken.

Weiterer Sender Am Hauptbahnhof

Das Gebäude an der Bismarkallee 2 ist ein weiterer 5G 3,6 Senderstandort. Dieser Sender hat ebenfalls 3 Sektorantennen die in Richtung HBF, auf die Stühlinger Brücke (belebte Strassenbahn-Haltestelle) und auf die Bertholdstr. ausgerichtet sind.

Sender Bismarkalle vom Platz der alten Synagoge
Detailansicht des Antenne von der Bertholdstar.

Vom Hauptbahnhof sieht dieser Sender wie folgt aus:

Sicht auf den Sender Bismarkallee 2 vom HBF

In der Umgebung vom Eingang des HBF wurde die Strahlungsintensität gemessen. In der Nähe des Taxistands neben dem Haupteingang konnten Strahlungsintensitäten über 150.000 µW/m² gemessen werden. Auch hier waren die Werte stark schwankend.

Die Aussen-Bestuhlung des Cafées im Hauptbahnhof und von McDonald liegen im direkten Strahlungsgebiet dieses Senders. Wer hier verweilen möchte, sollte dieses wissen.

Hinweis zu den Messwerten

Die angegebenen Messwerte entsprechen den in der Baubiologie üblichen Messverfahren. Es wird in der Baubiologie der Spitzenwert angegeben, im Gegensatz zu den Messungen gemäss 26. BimschV bei denen der zeitliche Mittelwert angegeben wird. Gemäss Dokumentation des Messgeräteherstellers wurde der für 5G 3,6 GHz anzuwendende Korrekturfaktor von 10 eingerechnet sowie ein Aufschlag von 1 dB für den Verlust im Filter HP33 eingerechnet.